Infobrief "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020"
UBi 2020 Infobrief 1 Mai 2016
An alle Akteure von "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020" (UBi 2020): Initiativkreis, Unterstützerkreis, Kontaktnetzwerk von Kammern und Ländern, Beteiligte der Aktionsplattform Sehr geehrte Damen und Herren, dies ist die erste Ausgabe des Infobriefs "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020". Mehrmals im Jahr bietet dieses kleine Format allen, die sich an der Dialog- und Aktionsplattform beteiligen, die Gelegenheit, aktuelle Informationen zu ihren Aktivitäten auszutauschen. Der Infobrief beschränkt sich bewusst auf diesen Austausch im Netzwerk, um Dopplungen mit anderen Newslettern und Publikationen zum Thema Unternehmen und biologische Vielfalt zu vermeiden. Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre. Rechtzeitig vor der nächsten Ausgabe erinnern wir Sie daran, uns Ihre Beiträge zukommen zu lassen. Gern dürfen Sie uns auch fortlaufend mit Informationen "versorgen", die Sie gern teilen möchten. Freundliche Grüße
Ihre UBi 2020-Koordinierungsstelle

Inhaltsverzeichnis:

Dokumentation: Dialogforum 2016 "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020"

Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren dabei: Präsentationen, Fotos sowie eine zusammenfassende Dokumentation der Veranstaltung sind nun online verfügbar. Die Plattform "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020" wächst. Weitere Informationen zur Veranstaltungsdokumentation

Save-The-Date: Nächstes UBi 2020-Kontaktnetzwerktreffen am 22.09.2016 in Bremen

An alle Teilnehmenden des UBi 2020-Kontaktnetzwerks von Kammern und Ländern: Bitte merken Sie sich bereits jetzt den Termin für das nächste Treffen des Kontaktnetzwerks vor. Das Treffen wird stattfinden am Donnerstag, den 22. September 2016, von 10:30 Uhr bis 15:30 Uhr in der Handelskammer Bremen - IHK für Bremen und Bremerhaven, Zimmer 1, Haus Schütting, Am Markt 13, 28195 Bremen. Einladung und Programm werden wir Ihnen rechtzeitig vorher gesondert zusenden. Wir wollen eine Tagesordnung maßgeschneidert nach Ihren Themenwünschen zusammenstellen. Sollten Sie im Rahmen des Treffens ein Projekt aus Ihrem Haus oder eine Aktivität aus Ihrem Kammerbezirk oder Bundesland vorstellen wollen, lassen Sie uns dies bitte wissen. Gern nehmen wir auch Ihre Wünsche für Themen rund um "Wirtschaft und biologische Vielfalt" entgegen, über die Sie im Rahmen des Treffens gern mehr erfahren möchten. Bitte geben Sie uns hierzu bis zum 30. Juni 2016 eine Rückmeldung an Dr. Katharina Mohr.

Mehr Platz für wilde Bienen! Fliegen verbindet… !

Beitrag von: Martin Bunkowski
Flughafenverband ADV Hamburg Airport ist Projektpartner der Deutschen Wildtier Stiftung 
Hamburg Airport unterstützt durch die Umsetzung von zahlreichen Naturschutzmaßnahmen auf dem eigenen Gelände das Ziel, die Anzahl und die Vielfalt von Wildbienen durch ein Netz zusammenhängender, blüten- und strukturreicher Grünflächen in Hamburg zu erhöhen. Die Deutsche Wildtier Stiftung startete 2015 gemeinsam mit dem Flughafen Hamburg und weiteren Projektpartnern ein fünfjähriges Projekt zum Schutz und zur Förderung der Wildbienen in Hamburg. "Mit einer breiten, ständig wachsenden Allianz aus Partnern, wie z.B. dem Hamburg Airport, sollen Lebensräume für Wildbienen in einem urbanen Raum geschaffen werden. Damit wird Hamburg Modell für weitere Aktivitäten in ganz Deutschland sein." (Deutsche Wildtier Stiftung, 2015) Mit unserem Projekt sichern wir die Artenvielfalt! 
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Landschaft in Deutschland stark verändert. Wildbienen finden immer weniger Nahrungspflanzen und geeignete Nistplätze. Ihre Lebensräume werden durch die Industrialisierung und Versiegelung von Flächen zunehmend beeinträchtigt oder sind vielerorts bereits ganz verschwunden. Wildbienen leisten einen unschätzbaren Beitrag für die biologische Vielfalt auf unserer Erde. Sie sind wichtige Bestäuber und sichern den Ertrag von Obst, Gemüse und Ackerfrüchten. Wilde Bienen – hoch bedroht! 
Rund die Hälfte der 561 Wildbienen- und Hummelarten in Deutschland stehen auf der Roten Liste. Viele der Arten sind hoch bedroht. 67 Arten sind bereits ausgestorben oder vom Aussterben bedroht und weitere 195 Arten gelten als gefährdet. Was tut Hamburg Airport zur Verbesserung des Nahrungsangebotes und zur Schaffung wertvoller Brut- und Nistplätze? - Anlage von blütenreichen und wildbienenfreundlichen Wiesen
- Pflanzung heimischer Gehölze und standortgerechter Stauden
- Anlage von hochwertigen Rohbodenbereichen
- Erhalt von wichtigen Totholzbeständen
- Aufbau von zwei großen "Bienen-Hotels"  im öffentlichen Bereich des Flughafens mit Schautafeln zum Wildbienen-Projekt
- Ausgabe vieler kleiner "Bienen-Hotels" an Mitarbeitende des Flughafens und an Personen verschiedenster Fachgruppen
- Erstellung eines Informations-Flyers zum Wildbienen-Projekt
Bild: FHG

Bild: FHG

  Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen zur "Hamburger Allianz für Wielbienen".

Besucherzentrum der IGA Berlin 2017 erhält Biodiversitäts-Gründach

Beitrag von: Wolfgang Ansel
Deutscher Dachgärtner Verband (DDV) Dort, wo die Natur durch Baumaßnahmen zerstört und der Boden versiegelt wurde, können Dachbegrünungen wertvolle Ersatzlebensräume für Flora und Fauna schaffen. Die Entwicklung der Artenvielfalt hängt dabei sehr stark davon ab, wie die Lebensräume aufgebaut sind, die den Pflanzen und Tieren auf dem Dach angeboten werden. Durch verschiedene Gestaltungsmaßnahmen und die Berücksichtigung grundlegender Biodiversitätsprinzipien kann die Biotop-Funktion begrünter Dachflächen gezielt gefördert werden. Die auf dem Dach des Besucherzentrums der Internationalen Gartenausstellung (IGA) in Berlin installierte herkömmliche Extensivbegrünung (Substrathöhe 6 cm, Bepflanzung mit verschiedenen Sedumarten) wird deshalb durch den Deutschen Dachgärtner Verband (DDV) und verschiedene Kooperationspartner mit einem Mosaik unterschiedlicher Biodiversitätsmodule ergänzt. Die Umgestaltung umfasst insgesamt ca. 20% der begrünten Dachfläche. Im Einzelnen werden auf dem Dach des Besucherzentrums der IGA folgende Biodiversitätsmodule installiert: - Modulation der Substratoberfläche bzw. der Substrathöhe
- Verbesserung der Substratqualität
- Vegetationsfreie Bereiche (Sandlinsen und Grobkiesbeete)
- Temporäre Wasserflächen
- Pflanzenauswahl
- Nisthilfen für Insekten
- Einbringung von Totholz Durch die oben genannten Elemente, soll sich auf dem Dach des IGA-Besucherzentrums mit der Zeit ein besonders artenreicher und ökologisch wertvoller Lebensraum entwickeln.  Das Biodiversitäts-Gründach der IGA ist als Demonstrationsprojekt konzipiert. Den Besucherinnen und Besuchern der Gartenschau wird die Möglichkeit geboten, das Dach über eine Plattform neben dem Gebäude zu besichtigen. Die artenreiche Grünfläche auf dem Dach ist außerdem Bestandteil des IGA-Biodiversitätspfades. Dem Deutschen Dachgärtner Verband dient das Biodiversitäts-Gründach als Referenzprojekt, um bei neu ausgeführten Gründach-Projekten und bereits existierenden Gründächern für eine stärkere Berücksichtigung der Artenvielfalt zu werben. Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie bei der Geschäftsstelle des Deutschen Dachgärtner Verbandes.

Global Nature Fund sucht interessierte Pilotunternehmen für Naturkapitalbewertungen

Beitrag von: Andrea Peiffer
Global Nature Fund Jedes Jahr produziert unser Planet frei zugängliche natürliche Güter im Wert von 72.000 Mrd. USD. Diese natürlichen Güter und Ökosystemleistungen nutzen Unternehmen auf vielfältige Weise und stehen in Abhängigkeit zu diesen. Dennoch findet das eingesetzte Naturkapital im Gegensatz zum Finanzkapital bisher nur selten Eingang in unternehmerische Bilanzen und Entscheidungsprozesse. Die Naturkapitalbewertung ist das geeignete Instrument diesen Umstand zu beheben, indem Auswirkungen auf und die Abhängigkeiten von Leistungen der Umwelt, wie Wasserkreislauf oder Klimaregulierung, erfasst, bewertet und durch die Monetarisierung in eine Sprache übersetzt werden, die leicht verständlich und gut kommunizierbar ist. Immer mehr Unternehmen, wie Puma oder die Otto Group, nutzen dieses Instrument, um Transparenz über ihre Umweltwirkung zu schaffen. Mit finanzieller Unterstützung des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes fördert die Umweltstiftung Global Nature Fund das Thema auch in Deutschland und bietet interessierten Unternehmen eine kostenfreie Beratung zur Naturkapitalbewertung an. Dabei wird das Unternehmen fachlich begleitet und die Anwendung auf sie zugeschnitten. Möglich sind ein erster Überblick über die wesentlichen Auswirkungen und Abhängigkeiten des Unternehmens von natürlichen Ressourcen oder die Analyse der Wertschöpfungskette eines Rohstoffs und der entstehenden Schäden für Umwelt und Gesellschaft. Darüber hinaus kann die Naturkapitalbewertung zur Bewertung von Handlungsalternativen herangezogen werden. Dazu werden die mit den Alternativen verbundenen verschiedenen Umweltwirkungen in monetäre Einheiten bewertet und können so in die Entscheidungsfindung eingehen. Sollten Sie an dem Thema interessiert sein und sich in Deutschland als Vorreiterunternehmen positionieren wollen, melden Sie sich bitte bei Andrea Peiffer. Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen zur Naturkapitalbewertung und der Arbeit des Global Nature Fund. Informationsflyer für interessierte Unternehmen

Bad Schwartau will bienenfreundlichste Kommune werden

Beitrag von: Kathrin Ostertag
Industrie- und Handelskammer zu Lübeck
Honig- und Wildbienen sind von unschätzbarer Bedeutung für das Ökosystem in Ostholstein. Bad Schwartau krempelt die Ärmel hoch, um in diesem Jahr vom BUND zur bienenfreundlichsten Kommune Schleswig-Holsteins ausgezeichnet zu werden. Am 24. April 2016 fand der 1. Bienentag Bad Schwartau statt. Die zu diesem Anlass aufgelegte Broschüre beschreibt, wie man einen Beitrag zum Bienenschutz leisten kann. Unterstützt wird die Stadt beim Bienenschutz von den Schwartauer Werken.

Broschüre: Unternehmen schaffen biologische Vielfalt im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Beitrag von: Dr. Albrecht Walcher
Industrie- und Handelskammer Reutlingen Mit einem Vorwort der IHK Reutlingen hat das Biosphärengebiet Schwäbische Alb Ende 2015 die Broschüre "Unternehmen schaffen biologische Vielfalt im Biosphärengebiet Schwäbische Alb" veröffentlicht.
Cover der Broschüre
Unternehmen wird darin nahegebracht, wie schon mit kleinen Maßnahmen der naturnahen Gestaltung betrieblicher Außenanlagen ein aktiver Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt geleistet werden kann. Dazu werden mögliche Maßnahmen einer naturnahen Gestaltung erläutert und anhand von Beispielen aus der Region Schwäbische Alb anschaulich präsentiert. Eine Checkliste hilft Unternehmen dabei, die Umgestaltung systematisch zu planen und umzusetzen.

Naturbarometer Berlin 2015: Erster ‎Bericht über die Berliner Stadtnatur

Beitrag von: Dr. Michael Gödde
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin
Bild: Cover Naturbarometer Berlin
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin hat das Naturbarometer Berlin 2015 veröffentlicht, das über Natur und Artenschutz sowie über Landschaft und Stadtnatur in Berlin informiert. Das Naturbarometer baut u. a. auf die bereits 2012 beschlossene "Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt" auf, die den Schutz von Arten, Lebensräumen und Genressourcen sowie die Sicherung menschlicher Bedürfnisse, die durch Ökosystemleistungen erfüllt werden, zum Ziel hat.
Sie umfasst 38 Ziele in vier Handlungsfeldern, die alle gesellschaftlichen Akteure einbeziehen und schrittweise durch Maßnahmen untersetzt sowie mittels Indikatoren überprüft werden sollen. Damit stellt sich Berlin der Herausforderung der weltweiten Gefährdung der Arten und arbeitet daran, Stadtnatur und biologische Vielfalt in die Köpfe und Herzen der Menschen zu tragen. Das Naturbarometer soll dazu dienen, in Bezug auf die Entwicklung der biologischen Vielfalt in Berlin Veränderungen zu beschreiben, Handlungsbedarfe und Prioritäten zu entwickeln und exemplarisch einzelne Themen und Modellvorhaben herauszustellen.

Einladung: "Biologische Vielfalt in Unternehmen" am 24.08.2016, Bremerhaven

Beitrag von: Torsten Stadler
Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen Bremen Dachbegrünung, Rasengittersteine, ein Obstbaum oder einfach nur eine Nistgelegenheit: Jede dieser Maßnahmen fördert den Erhalt von Flora und Fauna. Immer mehr Flächen werden für Verkehr, Wohnen, Arbeiten und Freizeit versiegelt und verdrängen Tiere und Pflanzen. Um das Fortbestehen der Tier- und Pflanzenwelt gezielt zu unterstützen, sind andere Formen der Außengestaltung besser geeignet als ein gut gepflegter grüner Rasen, exotische Steingewächse oder ein sauberer Springbrunnen.
Bild: Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen
Die Veranstaltung "Biologische Vielfalt in Unternehmen" informiert Sie, wie Sie mit Wiesen, Bäumen und Pflanzen auf Ihrem Firmengelände Orte der biologischen Vielfalt schaffen können. "Biologische Vielfalt in Unternehmen"
Mittwoch, 24.08.2016, um 14:00 Uhr
bauraum Bremen,
Friedrich-Karl-Straße 96, 28205 Bremen
Weitere Veranstaltungsinformationen
Die Veranstaltung wird von der Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen in Kooperation mit der Handwerkskammer Bremen und dem RKW Bremen organisiert.

Impressum und Disclaimer

'Biodiversity in Good Company' Initiative e. V.
Koordinierungsstelle von "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020"

Pariser Platz 6
10117 Berlin
Tel +49.(0)30-226050-10/-11
Fax +49.(0)30-226050-19
contact(at)business-and-biodiversity.de
www.business-and-biodiversity.de

Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg
Vereinsregister-Nr. VR 31061 B

Vorstand gem. § 26 BGB
Geschäftsführerin (Besondere Vertreterin nach § 30 BGB):
Dr. Katrin Reuter
katrin.reuter(at)business-and-biodiversity.de

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Die Dialogforen werden durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.